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Wohnpartnerschaften

Eine besondere Form der Untermiete stellen sogenannte Wohnpartnerschaften dar, die besonderen Wert auf den Aspekt der Hilfeleistungen legen. Diese Partnerschaften richten sich in erster Linie an junge Menschen, zum Beispiel Studenten, die auf diese Weise an eine kostengünstige Unterkunft gelangen.

Im Kern wird vereinbart, dass für jede zu leistende Stunde Hilfe im Monat ein entsprechender Mietpreisnachlass gewährt wird, beispielsweise zehn Euro pro Stunde. Alternativ kann auch für jede Hilfsstunde ein Quadratmeter Wohnfläche mietkostenfrei zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall hätte beispielsweise ein Student für ein 20 Quadratmeter großes Zimmer lediglich die anfallenden Nebenkosten zu tragen sowie an insgesamt 20 Stunden im Monat hilfreich zur Verfügung zu stehen.

Wichtig ist hierbei, dass über die Art der Hilfeleistungen vorab gesprochen und Einigung erzielt wird. Denkbar sind hier beispielsweise das Erledigen von Einkäufen, Hilfe bei der Gartenpflege oder das Ausführen des Hundes. Auch ist – zumindest in Ansätzen – der zeitliche Rahmen zur Erbringung der Hilfeleistungen zu besprechen, da ein 24 Stunden-Bereitschaftsdienst von keinem Untermieter verlangt werden kann. Derartige Vereinbarungen sind schlussendlich schriftlich zu fixieren. Einen Überblick über diese „Wohnen für Hilfe“-Projekte gibt die Internetseite www.wohnenfuerhilfe.info.

 

Das Wichtigste im Überblick: Wohnpartnerschaften

  • Besonderer Fokus auf Hilfeleistungen
  • Wohnpartner sind in erster Linie jüngere Menschen, z.B. Studenten
  • Vereinbarung eines Mietpreiserlasses für jede zu leistende Stunde an Hilfe
  • Wichtig: Festlegung der Art und Höhe der Vergütung (Reduzierung der Miete oder Zurverfügungstellung von Wohnraum)
  • Wichtig: Feste Vereinbarung und schriftliche Fixierung des Umfangs und der Art der zu leistenden Hilfen

 

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