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Wohnungslage barrierefreies Wohnen

Aufgrund der im Alter eingeschränkten Mobilität kommt der Lage sowie dem direkten Umfeld der Wohnung eine besondere Bedeutung zu. Da hier – im Gegensatz zum Wohnbereich – kaum nachträgliche Veränderungen in Eigenregie durchzuführen sind, gilt es sorgfältig zu überlegen, ob und in welchem Ausmaß Kompromisse eingegangen werden können.

Um auch im Alter mobil zu bleiben und am öffentlichen Leben teilhaben zu können, ist darauf zu achten, dass eine gute Anbindung an das öffentliche Personennahverkehrsnetz besteht. Konkret muss gewährleistet sein, dass Bahnhöfe bzw. Haltestellen in wenigen Minuten fußläufig zu erreichen sind und von hier aus in regelmäßigen und nicht zu langen Intervallen Nahverkehrsmittel verkehren. Liegt die neue Wohnung hingegen etwas außerhalb oder in einer nahverkehrstechnisch nicht oder nur sehr bedingt erschlossenen Gegend, wird nicht nur das Erledigen täglicher Besorgungen zur Herausforderung.

Neben einer guten Verkehrsanbindung zeichnet sich eine gute, im Sinne von altersgerechte, Wohnlage ebenfalls dadurch aus, dass Steigungen, wie sie zum Beispiel bei einer Hanglage auftreten, nicht oder nur in sehr geringem Maße vorhanden sind. Ebenfalls sollten die Gehwege in einem guten Zustand sein und einen ebenen und möglichst griffigen Bodenbelag aufweisen. Wege aus Kopfsteinpflaster oder mit einer Vielzahl von Schlaglöchern bergen hingegen insbesondere für ältere Menschen ein hohes Sturzrisiko. Auch sollte die Breite der Gehwege so bemessen sein, dass der Einsatz von Gehhilfen problemlos möglich ist und auch RollstuhlfahrerInnen ausreichend Platz zur Verfügung steht. Idealerweise finden sich auch Ruhemöglichkeiten, wie Sitz- oder Parkbänke, in nicht allzu großen Abständen voneinander an den umliegenden Gehwegen. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Wege und Straßen im Umfeld der neuen Wohnung über eine ausreichende Straßenbeleuchtung verfügen und es genügend Überquerungshilfen (Fußgängerampeln, Zebrastreifen, etc.) an den Straßen und Kreuzungen gibt.

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Beurteilung des Wohnumfeldes ist das Vorhandensein von Einkaufsmöglichkeiten und gesundheitlichen Versorgungseinrichtungen. So sollten Arztpraxen, Apotheken und Drogeriemärkte genauso fußläufig zu erreichen sein, wie Supermärkte und sonstige Geschäfte, in denen Dinge des täglichen Bedarfs eingekauft werden. Auch bieten naheliegende Grünanlagen oder in der Nachbarschaft vorhandene Begegnungsstätten, Cafés und Restaurants einen hohen Freizeitwert. Gleiches gilt für Spiel- und Bewegungsplätze, die mit den eigenen Enkeln aufgesucht werden können.

 

Überblick: Barrierefreies Wohnumfeld

  • Gute Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz; fußläufig zu erreichende Bahnhöfe bzw. Haltstellen
  • Geringe Steigungen; breite und ebenerdige Gehwege in gutem Zustand
  • Ruhemöglichkeiten (Sitz-/Parkbänke) an den Gehwegen
  • Ausreichend Überquerungshilfen (Ampelanlagen, Zebrastreifen)
  • Einkaufsmöglichkeiten und gesundheitliche Versorgungseinrichtungen um Umfeld
  • Grünanlagen, Spielplätze, Cafés u.Ä. in der Nachbarschaft

 

Das Wichtigste im Überblick finden Sie auch in unserer Checkliste "Wohnungslage altersgerechtes Wohnen"

 

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