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Trickdiebstahl in der Wohnung

Täter in amtlicher oder beruflicher Funktion

Um sich für den beabsichtigten Diebstahl Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, geben sich die meist zu zweit auftretenden Täter bei diesem Trick als Mitarbeiter der Stadtverwaltung, eines Unternehmens oder sogar der Polizei aus. Unter einem Vorwand, beispielsweise der Überprüfung von Bargeldbeständen auf im Umlauf befindliches Falschgeld oder der Durchführung einer Umfrage unter Seniorinnen und Senioren, verschaffen sich die Täter dann Zutritt zur Wohnung. Hier sorgt nun einer der beiden für die Ablenkung des Bewohners, während der andere die Wohnung nach Wertgegenständen durchsucht und diese entwendet.

Bei derartigem Besuch empfiehlt es sich stets, sich die Mitarbeiter- oder Dienstausweise zeigen zu lassen und gegebenenfalls bei der entsprechenden Behörde oder dem Unternehmen anzurufen um die Angaben zu überprüfen. Während dieser Anrufe sollten die vermeintlichen Täter keinesfalls bereits in die Wohnung gelassen werden. Ebenfalls sollten die notwendigen Rufnummern selbstständig aus dem Telefonbuch o.Ä. herausgesucht werden; keinesfalls sollten Telefonnummern angerufen werden, die die vermeintlichen Täter mitgeteilt haben.

 

Das Wichtigste im Überblick: Täter in amtlicher oder beruflicher Funktion

  • Unangekündigter Besuch durch zumeist zwei Täter, die eine berufliche oder amtliche Tätigkeit oder Aufgabe vorgaukeln
  • Zutritt zur Wohnung unter dem Vorwand, etwas überprüfen oder reparieren zu müssen oder eine Umfrage o.Ä. durchzuführen
  • Ablenkung des Bewohners durch einen der Täter, während der zweite die Wohnung nach Wertgegenständen durchsucht

 

Das Wichtigste im Überblick: Wie Sie sich schützen können

  • Überprüfung der Mitarbeiter- oder Dienstausweise
  • Überprüfung der gemachten Angaben durch Anrufe beim Unternehmer bzw. der Dienststelle; Rufnummer hierzu unbedingt selber aus dem Telefonbuch o.Ä. heraussuchen
  • Während dieser Zeit vermeintliche Täter keinesfalls bereits in die Wohnung lassen 

 

Täter als Hilfesuchende

In dieser Variante geben sich die Täter als Hilfesuchende aus, die beispielsweise einen dringenden Anruf tätigen müssen oder kurz die Toilette aufsuchen müssen. Entweder betreten nun im Folgenden direkt zwei Täter die Wohnung, oder der erste lässt die Wohnungstür hinter sich ein Stück weit offen, sodass ein zweiter, bisher nicht in Erscheinung getretener Täter, die Wohnung unbemerkt betreten kann. In beiden Fällen sorgt der erste Täter für die notwendige Ablenkung des Bewohners, damit der zweite die Wohnung unbehelligt nach Wertgegenständen durchsuchen und diese entwenden kann.

Wenn jemand Ihnen Unbekanntes Hilfe suchend vor Ihrer Tür steht, sollten Sie sich stets fragen, warum sich der- oder diejenige ausgerechnet an Sie wendet und ob es in der Nähe nicht Orte gibt, z.B. ein Restaurant oder eine Apotheke, wo den Unbekannten ebenfalls und evtl. sogar besser geholfen werden könnte. Auch können Sie anbieten, telefonisch Hilfe zu rufen oder aber, wenn angeblich ein wichtiges Telefonat geführt werden muss, das Telefon hinaus zu reichen. Ein Einlass in die eigene Wohnung ist für das Hilfeleisten gegenüber einem Fremden in den wenigsten Fällen tatsächlich notwendig.

 

Das Wichtigste im Überblick: Täter als Hilfesuchende

  • Unvermitteltes Erscheinen eines oder zweier Täter an der Wohnungstür
  • Vorspiegelung einer Hilfebedürftigkeit um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen
  • Ablenkung des Bewohners durch den ersten Täter, damit der zweite die Wohnung nach Wertgegenständen durchsuchen kann

 

Das Wichtigste im Überblick: Wie Sie sich schützen können

  • Verweis auf nahegelegene Ärzte, Apotheken, Restaurants o.Ä., wo ebenfalls und unter Umständen sogar besser Hilfe geleistet werden kann
  • Bei angeblich dringend zu führendem Telefonat: Hinausreichen des Telefons

 

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